Christiane Hackethal

Christiane Hackethal (M.A.) ist selbstständige Grafikerin und Redakteurin sowie psychologische Beraterin mit Schwerpunkt Psychosynthese. Sie praktiziert sein 15 Jahren buddhistisches Achtsamkeits- und Geistestraining und hat bei verschiedenen Lehrern unterschiedlicher Schulen gelernt. Sie verbindet psychologische und (schulübergreifend) buddhistische Inhalte und Methoden mit transpersonalem und ressourcenorientiertem Fokus, die der persönlichen Erforschung, Entfaltung, Reifung und Heilung dienen.

Christiane lebt in Bonn und gibt eine Reihe von Abend-Kursen im PARAMITA im Rahmen der Themen-Abende an Donnerstage.

Ankündigung Abend-Reihe im Paramita ab Feb. 2018

Leben balancieren – Liebe befreien

„Lebendigkeit bedeutet immer Instabilität …, aber dynamisch stabilisiert wie beim Gehen. …
Instabilität ist kein Mangel, sondern ein Punkt höchster Sensibilität.“

Hans-Peter Dürr, Quantenphysiker

Uns im Leben zu balancieren, ist unser Normalzustand. Wir tun es ständig, denn als „lebendes System“ sind wir instabil wie ein schwingendes Pendel und suchen – zumeist reaktiv – den inneren Ruhepunkt. Wir nennen dieses Auspendeln auch Selbstregulation, das Ziel ist Kohärenz, gefühlte Stimmigkeit, Entspannung. Es geschieht im Alltagsbewusstsein zumeist unbewusst und mit zweifelhaftem Ergebnis für eine längerfristige Ausgeglichenheit.

Wir können unsere Ausgleichsbewegungen aus verschiedenen Perspektiven betrachten. Psychologie, Resilienzforschung, Neurowissenschaften beispielsweise geben jeweils Antworten darauf, wie ein gelungenes inneres Gleichgewicht hergestellt werden kann.

Auch der Dharma setzt an diesem Punkt an – deutet schon der Begriff „Mittlerer Weg“ eine Antwort auf diese Pendelbewegung an. Dukkha kann auch als „Spannung“ beschrieben werden, nicht „in der Mitte“ zu sein. Ein bewusstes Balancieren bedeutet dann, sich auf das Phänomen der Instabilität einzulassen, Dynamik und Lebendigkeit zu erforschen sowie zu üben, uns tiefer wahrzunehmen, zu sensibilisieren, zu ankern und uns so immer besser harmonisieren zu können. Eine Wechselwirkung ist dabei zentral: Sind wir ausgeglichen, befreien wir unsere Herzensqualitäten und unsere Liebesfähigkeit. Aber auch umgekehrt: Kümmern wir uns um unseren Herzraum, so sorgen wir für innere Harmonie, Frieden und Stillung.

Wir werden uns an den Abenden verschiedene Bereiche unseres „Ichs“ anschauen – wie unseren Körper in seiner grob- und feinstofflichen Dimension, unsere Gefühle und Stimmungen, unsere Reaktionstendenzen und -muster. Wir werden sie auf die Fragestellung hin erforschen, wie wir uns in diesen Bereichen balancieren können, um in unserem ganzen Sein wissender, gelassener und liebevoller zu werden. Es wird neben Vorträgen jeweils entsprechende Praxisanleitungen geben. Die Abende sind Themeneinheiten und können auch einzeln besucht werden.

Themen werden sein:

1. Einführung ins Thema; Balancieren als bewusste Haltung („Gehen-Wollen“); Körper: Balance, Entspannung, sanfter Atem, Lebendigkeit und Stille im Körper erfahren (01.02.)

2. Körper: unsere 3 Körperzentren, unseren Wohlfühlort erspüren (15.02.)

3. Körper: Landkarte Elemente – wie können wir sie in unsere Körpererfahrung bringen, wie wirken sie in unserem Geist? (22.03.)

4. Die 8 Bewusstseinsebenen als Orientierungshilfe beim Balancieren (05.04.)

5. Pole der Pendelbewegung: Gefühle und Stimmungen; die 8 weltlichen Winde (26.04.)

6. Authentizität und Selbstfürsorge (10.05.)

7. Bindung/Verbundenheit und Mitgefühl/Wir-Gefühl (?)

8. Aspekte von Liebe: Dienen, Hingabe, Vertrauen – wollen wir damit gehen, als bewusste Haltung? (?)

(Die Liste ist bei den späteren Abenden von Themen und Terminen her noch vorläufig. Es soll inhaltlich Raum bleiben, um nach Bedarf Änderungen vorzunehmen; weitere Termine werden noch bekanntgegeben.)